Sicher abgeben und sicher adoptieren: Betrug erkennen

Geprüft am 14. Oktober 2026 · Quellen im Text verlinkt

Die einfachste Regel schützt beide Seiten: Es fließt kein Geld, bevor sich Tier und Mensch persönlich getroffen haben, und das Tier wird nur von Hand zu Hand übergeben — nie per Versand oder Tiertaxi. Wer eine Anzahlung, Vorkasse oder eine Lieferung vorschlägt, will fast immer betrügen. Auf LocalPetFinder laufen alle Nachrichten über die Seite, jedes Inserat prüft ein Mensch, und jedes Inserat hat einen Melden-Knopf.

Anzahlung und Vorkasse

Die häufigste Masche: Ein Tier wird günstig oder kostenlos angeboten, aber vorab soll eine „Reservierungsgebühr“, eine Anzahlung oder eine Kaution per Überweisung, PayPal „Freunde und Familie“ oder Gutschein fließen. Danach meldet sich niemand mehr — oder es kommen immer neue Forderungen (Transportbox, Impfung, Zoll).

Eine Schutzgebühr ist etwas anderes: Sie wird bei der Übergabe gezahlt, nachdem die Interessentin oder der Interessent das Tier kennengelernt hat. Wer sie vorher verlangt, ist kein Privathalter. Auf LocalPetFinder bestätigt jede Halterin und jeder Halter beim Inserieren, keine Anzahlung zu verlangen — ein Verstoß führt zur Sperre.

  • Nie Geld vor dem Treffen — in keine Richtung.
  • Keine Zahlung per „Freunde und Familie“, Gutschein oder Kryptowährung.
  • Wer drängt („heute noch, sonst bekommt es jemand anderes“), will Sie unter Druck setzen.

Versand, Tiertaxi, „das Tier ist gerade woanders“

Seriöse Privathalter zeigen Ihnen das Tier bei sich zu Hause oder an einem sicheren Ort. Ein Angebot, das Tier zu schicken, per Tiertaxi zu bringen oder „vom Flughafen abzuholen“, ist ein Warnsignal — oft existiert das Tier gar nicht, und die Fotos stammen aus dem Internet.

Der Deutsche Tierschutzbund warnt ausdrücklich vor Verkäufen über das Internet: „Wer sein Tier online deutschlandweit anbietet, weiß nicht, in welche Hände es gelangt." Deshalb nehmen wir nur Inserate aus dem Umkreis einer Stadt an, damit ein Treffen immer möglich ist.

Welpen und Kitten: Welpenhandel erkennen

Nach § 2 Abs. 4 der Tierschutz-Hundeverordnung darf ein Welpe erst im Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Jüngere Tiere, mehrere Würfe, „Papiere“ und Preisvokabular in einem Privatinserat deuten auf gewerblichen Handel hin. Fragen Sie nach dem Muttertier, dem Impfpass mit Tierarztstempel und dem EU-Heimtierausweis bei Tieren aus dem Ausland.

Auf LocalPetFinder gibt es keine Würfe: Ein Inserat gilt für ein Tier, Jungtiere unter sechs Monaten sieht sich eine Prüferin oder ein Prüfer besonders genau an, und Wörter wie „Preis“, „VB“ oder „Ahnentafel“ landen automatisch in der Prüfung.

Das Treffen

Treffen Sie sich dort, wo das Tier lebt — so sehen Sie, wie es gehalten wurde. Nehmen Sie jemanden mit. Lassen Sie sich Impfpass, Chipnummer und, wenn vorhanden, Tierarztunterlagen zeigen. Fragen Sie nach dem Alltag: Futter, Spaziergänge, Verträglichkeit mit Kindern, Hunden und Katzen, Krankheiten.

Halterinnen und Halter: Fragen Sie umgekehrt nach dem Zuhause, der Zeit, der Erfahrung — und sagen Sie Nein, wenn es nicht passt. Sie entscheiden, wer Ihr Tier bekommt.

Schutzvertrag und Übergabe

Halten Sie die Übergabe schriftlich fest: Name und Anschrift beider Seiten, Tier mit Chipnummer, Datum, gezahlte Schutzgebühr, bekannte Krankheiten. Tierheime besiegeln jede Vermittlung durch einen Vertrag; für Privatleute reicht eine Seite. Eine Kopie des Vertrags brauchen Halter auch für die Hundesteuer-Abmeldung.

Chip ummelden

Melden Sie den Transponder bei der Übergabe auf die neue Halterin oder den neuen Halter um — bei TASSO oder FINDEFIX, je nachdem, wo das Tier registriert ist. Beides ist kostenlos. Ein nicht umgemeldeter Chip führt im Ernstfall zur alten Adresse.

Inserat melden

Jedes Inserat auf LocalPetFinder hat einen Melden-Knopf. Wird eine Anzahlung oder Zahlung vor dem Treffen verlangt, blenden wir das Inserat sofort aus, bevor ein Mensch die Meldung prüft. Gemeldete Betrugsfälle führen zur Sperre der E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Häufige Fragen

Tippen Sie auf eine Frage, um die Antwort zu sehen

Darf ein Privathalter eine Schutzgebühr verlangen?

Ja — bei der Übergabe, nachdem Sie das Tier kennengelernt haben. Sie hält Menschen fern, die Tiere zum Weiterverkauf suchen. Eine Zahlung vor dem Treffen ist dagegen immer ein Warnsignal.

Woran erkenne ich ein gefälschtes Inserat?

Studiofotos oder Bilder, die bei einer Rückwärtssuche auf anderen Seiten auftauchen; ein Tier, das „gerade woanders“ ist; Druck und Eile; Zahlung vorab; ein Versandangebot. Melden Sie das Inserat — ein Mensch sieht es sich innerhalb eines Werktags an.

Was passiert nach einer Meldung?

Bei dem Grund „Anzahlung oder Zahlung vor dem Kennenlernen“ wird das Inserat sofort ausgeblendet. Alle anderen Meldungen prüft ein Mensch innerhalb eines Werktags; bestätigte Betrugsfälle führen zur Sperre.

Sieht die andere Seite meine E-Mail-Adresse?

Nein. Beide Seiten schreiben über LocalPetFinder; jede Nachricht wird per E-Mail zugestellt, ohne die Adresse der anderen Seite zu zeigen. Telefonnummer oder Adresse geben Sie nur weiter, wenn Sie das möchten.

Weitere Hilfe

Quellen: Deutscher Tierschutzbund: Pressemeldung „Wohin mit dem ungewollten Haustier?“ (07.04.2025) · Tierschutz-Hundeverordnung § 2 · Deutscher Tierschutzbund: Fragen zu Tierheimen · TASSO e. V. · FINDEFIX